Der Primärenergiebedarf pro Einwohner/-in hat in der Schweiz jahrelang stetig zugenommen. Seit 2000 scheint sich die Situation jedoch zu stabilisieren, beziehungsweise seit einigen Jahren ist ein eindeutiger Rückwärtstrend festzustellen. Lag die beanspruchte Dauerleistung um die Jahrtausendwende noch bei klar über 6000 Watt pro Einwohner/-in, so sank sie bis 2016 bereits auf unter 5000 Watt. Man könnte also sagen, zumindest der "Turnaround" ist geschafft, die Schweiz hat den Weg in Richtung einer 2000-Watt-Gesellschaft eingeschlagen. Sicherlich haben hierfür die diversen energiepolitischen, regulatorischen und konkret baulichen Massnahmen in den letzten Jahren ihre positiven Spuren hinterlassen.

Effizienzbemühungen und der kontinuierliche Wechsel von nicht erneuerbaren auf erneuerbare Energieträger entfalten ihre gewünschte und nun auch sichtbare Wirkung. Besonders ins Gewicht fällt hier der gestiegene Anteil an erneuerbarem Strom im inländischen Stromverbrauchermix zu Lasten von Atom- und europäischem Graustrommix. Gleichzeitig haben aber auch die Konjunktur, Wetterkonditionen und die stetig wachsende Bevölkerung entscheidenden Einfluss auf den spezifischen Pro-Kopf-Energieverbrauch des Landes.

Weitere Erläuterungen zur Entwicklung des jährlichen Energieverbrauches der Schweiz finden Sie im Bericht "Analyse des schweizerischen Energieverbrauchs 2000-2019 nach Verwendungszwecken." Der Link dazu befindet sich in der Infobox rechts.