Regional handeln

Gemeindegrenzen sind virtuelle politische Instrumente. Auch wenn die Region keine Kompetenzebene ist, ist sie eine wichtige Handlungsebene. Durch die Zusammenarbeit mehrerer Gemeinden können Synergien genutzt werden. Daher ist ein Austausch von Ressourcen zwischen einzelnen Gemeinden einer Region nur folgerichtig.

Energetische Selbstversorgung erhöhen

Auf Basis einer Analyse von Energiebedarf und –potenzialen in der Region (Energiebilanzierung) ist es ist möglich, die energetische Selbstversorgung zu erhöhen. Das kann zu einem punktuellen Austausch zwischen Überproduktion eines Sektors und Mangel in einem anderen Sektor führen. Generell kann sich eine Synergie zwischen ländlichen Gebieten mit wenig Einwohnern und einem grossen Potenzial zur Produktion von erneuerbaren Energien und städtischen Gebieten, welche ihren Bedarf nicht selber decken können, entwickeln.

Langfristig können Regionen durch die konsequente Nutzung ihrer erneuerbaren Energiepotenzialen vielseitig profitieren.

Generell ist die absolute Energieautarkie weder aus energetischer noch aus ökonomischer Sicht ein realistisches Ziel. Die Wahl jener Art der erneuerbaren Energiebereitstellung, welche ökologisch und ökonomisch ihrer natürlichen Standortgegebenheiten entsprechend am optimalsten ist, ermöglicht es jedoch, sich dem Ziel anzunähern.

Energiebedarf senken

Die Reduktion des Energiebedarfs hilft, Angebot und Nachfrage möglichst optimal aufeinander abzustimmen.

Wirksame Beispiele, um den lokalen und regionalen Energiebedarf zu senken sind intelligente Mobilitäts-Konzepte für die Öffentlichkeit, Anreize zur Gebäudesanierung für Private und ein guter Einbezug von potenziell energieintensiven Unternehmen in die lokale Energiepolitik.

Regionale Wirtschaft stärken

Durch die Entwicklung der Energie-Region können einheimische Fachkräfte und Unternehmen wertvolles Know-How in zukunftsträchtigen Energietechnologien und -dienstleistungen erarbeiten und sich für den immer stärker aufkommenden Markt optimal positionieren. Mit innovativen Konzepten und geschicktem Ausweiten des regionalen Netzwerkes können sogar weitere Wertschöpfungsketten wie die Landwirtschaft und der Tourismus in die Energie-Region eingebunden und nachhaltig gestärkt werden.

Ein hoher Selbstversorgungsgrad senkt einerseits die eigenen Kosten und ermöglicht es gleichzeitig, Energie gewinnbringend in andere Räume exportieren.

Dokumente und Hilfsmittel

Interkommunale Zusammenarbeit in Energie-Regionen
Leitfaden

Umsetzung Energieplanung
Leitfaden