Das Bundesamt für Energie startete im Mai 2021 die Ausschreibung für ein neues Förderprogramm für Städte, Gemeinden und Regionen, die eine aktive Energie- und Klimapolitik verfolgen. Die grosse Anzahl und Vielfalt der eingegangenen Projekte zeigen, dass die Energiewende auf der lokalen Ebene Fuss fasst.

Städte, Gemeinden und Regionen spielen eine entscheidende Rolle, um die Ziele der Schweizer Energiestrategie 2050 sowie des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Um ihre Projekte gezielt zu unterstützen, startete das Bundesamt für Energie (BFE) im Mai 2021 die Ausschreibung für seine neue Projektförderung. Diese läuft im Rahmen des BFE-Programms «EnergieSchweiz für Gemeinden». An der aktuellen Ausschreibung haben sich rund 330 Gemeinden beteiligt. Dies entspricht einem Anteil von 15 % aller Schweizer Städte und Gemeinden.

Hohe Anzahl und grosse Vielfalt an Projekten
Ein Grossteil der eingegangenenGesuche für eine finanzielle Unterstützung verteilt sich auf die Förderkategorien «Front Runner», «Fortschrittliche Städte und Gemeinden» und «Energie-Region». In diesen Kategorien fokussieren sich die Projekte thematisch auf die zentralen Handlungsfelder von EnergieSchweiz: zu 75 % auf «Gebäude und Erneuerbare Energien» sowie zu 25 % auf «Mobilität».

Die Gemeinden konnten sich zudem in der Förderkategorie «temporäre Projekte» für die drei Fokusthemen «erneuerbar heizen», «Photovoltaik in Gemeinden» und «MakeHeatSimple» bewerben.

Gut 250 Gemeinden haben den Zuschlag für die Unterstützung ihrer Projekte erhalten. Die hohe Anzahl und grosse Vielfalt der Projekte zeigen: Es bewegt sich viel auf lokaler Ebene, um die Ziele der Energiestrategie 2050 umzusetzen.

Nächste Ausschreibungen:

Front Runner, Fortschrittliche Städte und Gemeinden, Energie-Region
Die Gewinnerinnen haben nun zwei Jahre Zeit, ihre Projekte umzusetzen.
Im März 2023 wird die nächste Ausschreibung publiziert.

Temporäre Projekte 
Die Teilnehmenden haben bis Ende Oktober 2022 Zeit, ihre Projekte zu realisieren.
Die nächste Ausschreibung startet am 1. Mai 2022.

Smart City Innovation Projects (SCIP)
Schon gewusst? Im März 2022 startet die nächste Ausschreibung für Smart City Innovation Projects (SCIP) zur Förderung von innovativen Smart City-Projekten und -Ideen.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Informationshotline: 0848 444 444
Staedte-Gemeinden@bfe.admin.ch

Winterthur, Thun, St. Gallen, Burgdorf und Schaffhausen sind Front Runner

Front Runner sind die ambitioniertesten Städte und Gemeinden in Sachen Energie- und Klimapolitik. Sie verfolgen bereits Smart-City- sowie 2000-Watt-/Netto-Null-Strategien und stimmen diese nun aufeinander ab. Darauf aufbauend realisieren sie mehrere Umsetzungsprojekte: zum Beispiel zu Mobilitäts-Sharing, Förderungen von Velos, Fernwärme oder Bedienung von smarten Gebäuden. Die Städte Winterthur, Thun, St. Gallen, Burgdorf und Schaffhausen haben den Zuschlag erhalten. 

Die Fördergelder betragen für die Projekte der 5 Gemeinden zusammen circa CHF 945'000. Die Projektkosten belaufen sich insgesamt auf rund CHF 2,9 Millionen.

29 Gewinnerinnen aus allen drei Sprachregionen in der Kategorie «Fortschrittliche Städte und Gemeinden»
Energie- und klimapolitisch fortschrittliche Städte und Gemeinden erhalten mit der Projektförderung die Gelegenheit spannende Einzelprojekte in den Bereichen Mobilität, Gebäude, erneuerbare Energien sowie Anlagen und Prozesse umzusetzen.

Den Zuschlag erhalten haben:

  • Deutschschweiz: Scuol, Triengen, Chur, Altstätten, Herisau, Rüti (ZH), Suhr, Adliswil, Bern, Olten, Wald (ZH), Dübendorf / Wallisellen, Wildhaus-Alt, Lichtensteig, Saas-Fee, Luzern, Langenthal, Wil
  • Romandie: Sierre, Estavayer, Fribourg, Martigny, Nyon, Neuchâtel, Lausanne
  • Italienische Schweiz: Novazzano, Cadempino, Collina d’Oro, Mendrisio

Die Fördergelder betragen für die Projekte der 29 Gemeinden zusammen circa CHF 1'145'000. Die Projektkosten belaufen sich insgesamt auf rund CHF 3,7 Millionen.

22 Gewinnerinnen aus allen drei Sprachregionen in der Kategorie «Energie-Region»
Städte und Gemeinden in einem bestehenden interkommunalen Verbund sowie Verbände und Organisationen mit einem direkten Einbezug von Städten und Gemeinden konnten sich in der Kategorie Energie-Region bewerben. Die 22 Gewinner-Regionen setzen sich total aus über 100 Gemeinden zusammen.

Folgende Regionen haben den Zuschlag erhalten:

  • Deutschschweiz: Birsstadt, energieregionGOMS, St. Moritz Lakeside, Region Zürichsee-Linth, Region Sarganserland Werdenberg, RET Sursee-Mittelland, RET Idee Seetal, UNESCO Biosphäre Entlebuch, Obwalden, Naturpark Beverin, Knonauer Amt, Zürcher Weinland, DalaKoop, Bezirk Meilen
  • Romandie: Agglomération de Delémont, Ouest lausannois, Parc naturel régional Gruyère Pays-d’Enhaut, Myénergie – District de Martigny
  • Italienische Schweiz: Verbano, Energia ABM, Grono Lostallo Soazza, Bellinzonese

Die Fördergelder betragen für die Projekte der 22 Regionen zusammen circa CHF 960'000. Die Projektkosten belaufen sich insgesamt auf rund CHF 3 Millionen.

Über 100 Teilnehmende in der Kategorie «Temporäre Projekte»
Mit der Projektförderung «Temporäre Projekte» erhalten Städten, Gemeinden und Regionen eine spezifische, zeitlich befristete finanzielle Unterstützung.

2021 stehen folgende Themen im Fokus:

  • Organisieren und Durchführen einer Informationsveranstaltung zum Thema «erneuerbar heizen»
  • Infoveranstaltungen für die Realisierung von Photovoltaikanlagen («PV in Gemeinden»)
  • «MakeHeatSimple»: ermutigen von Zweitwohnungsbesitzerinnen und -besitzern, ein Fernbedienungssystem für Heizungen zu installieren.